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Monatliche News
 

::::: Januar 2012

Spenden für den Start ins neue Jahr • • • Januar ist der kostenintensivste Monat des ganzes Jahres für Bildungseinrichtungen und Familien. Es müssen Unterrichtsmaterialien für das ganze Jahr gekauft werden. Dazu kommen neue Schuluniformen und endloser und ebenfalls kostenaufwendiger Papierkram bei den Behörden und den Einschreibungen.
Jedes Jahr sieht EducArte diesem Monat besorgt entgegen und hofft auf ein Wunder. Und Wunder geschehen tatsächlich. Im letzten Jahr hatte uns die Familie unseres lieben Freundes Theo Schlaghecken mit einer sehr großzügigen Spende den Jahresstart erleichtert und auch in diesem Jahr kamen von dieser Seite - leider aus sehr traurigem Anlass - fast 2000,- € zusammen.
Wir danken allen Spendern.
Ein weiterer unerwarteter Geld- und Materialsegen kommt von einer australischen Schülergruppe. Die Jugendlichen gingen sogar arbeiten, um diese Hilfe für EducArte finanzieren zu können. Vielen Dank für eure Bemühungen.

Der erste Schultag • • • Zum ersten Schultag haben sich die Lehrer etwas Besonderes für ihre Schüler einfallen lassen.
In gemischten Gruppen werden Spiele gespielt, die die Gemeinschaftlichkeit fördern und darüber hinaus auch Spaß machen. Die Kinder sind begeistert und erleben einen aufregenden ersten Schultag.

Lehrerweiterbildung • • • Und auch die Mitarbeiter lernen spielerisch neue Techniken und Anregungen für den täglichen Unterricht kennen. Zwei professionelle Clowns aus Brasilien bilden uns weiter zu Übungen der Körpermotorik, Kreativität, Spontaneität und Ausdruck.

Tag des Hutes • • • Jeden Monat gibt es einen Thementag. In diesem Monat ist es der Tag des Hutes. Ausnahmslos alle sollen mit einem Hut, einer Mütze oder anderweitigen Kopfbedeckung kommen. Wer ohne Hut kommt, muss Strafe zahlen.
Diese Aktion ist witzig und soll obendrein den Kindern die Furcht nehmen, sich vor anderen lächerlich zu machen. Dabei lernen sie über sich selbst zu lachen und formen ihren Charakter.
Zufällig war gerade Elternschule angesagt, so dass auch alle Eltern mit Hut erschienen.

 

::::: Dezember 2011

Kunstfestival • • •  Alle Jahre wieder findet das Kunstfestival von CasaSito statt. Neben weiteren Organisationen nimmt auch EducArte daran teil.
Unter Anleitung von Kunstlehrer Rony Quiñonez arbeiten 26 Kinder unterschiedlicher Altersklassen an ihren jeweiligen Werken...mit sehr großem Erfolg, denn 8 von ihnen gewinnen in den verschiedenen Kategorien. Außerdem erhält EducArte den ersten Preis für das Gemeinschaftskunstwerk. Jede Organisation muss außerdem einen Bühnenauftritt vorbereiten.
Die EducArte-Kids präsentieren mit Direktorin Alejandra eine Art “Stomp Choreographie”. Dabei benutzen sie Hände und Füße sowie alltägliche Gegenstände, um rhythmisch Musik zu machen. Alle Werke findet ihr in der Gallerie unter dem Newsletter auf unserer Internetseite www.educarte-guatemala.org.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Christoph und Katharina Probst sowie ihren Familien und Freunden, deren Spende den Kauf der Kunstmaterialien und somit die Teilnahme erst ermöglicht hat. Die Spende war ausreichend, um sogar unsere Weihnachtsfest ganz groß zu feiern. Danke schön.

Zeugnisübergabe • • •  Sehr emotional ging es bei der Zeugnisübergabe zu. Schließlich verabschieden sich einige Kinder von EducArte. Manche besuchen nach der Vorschule andere Grundschulen und zwei Schülerinnen haben in diesem Jahr die Grundschule erfolgreich abgeschlossen und bedanken sich für die wundervolle Zeit bei EducArte.

Plätzchenbacken • • •  Als Abschlussaktivität des Ferienclubs wird die “Weihnachtsbäckerei-EducArte” eröffnet.
Vier Tage lang wird eifrig gewogen, geknetet und Plätzchen geformt. Sogar die ganz Kleinen sind fleißig, stechen Formen aus und verzieren die fertig gebackenen Plätzchen. Die Plätzchen werden jedoch nicht gleich verzehrt, sondern aufgehoben. In den Genuss kommen die Kinder erst bei der Weihnachtsfeier, wo jeder sein Beutelchen voller Weihnachtsplätzchen mit nach Hause nehmen darf. Gemeinsam mit Paulo von CasaSito moderiert Fressy das Festival.

Weihnachtsfeier • • • Und wieder ist ein Jahr vergangen und EducArte blickt zufrieden zurück. Wir haben viel geschafft in diesem Jahr und darauf sind wir sehr stolz. Aber es gibt noch etwas zu feiern. EducArte hat nämlich sein 10- jähriges Jubileum.
Auch wenn EducArte erst im Jahr 2002 die Arbeit als Stiftung aufnahm, so haben die ersten Aktivitäten mit den Kindern schon viel früher begonnen. Das soll gefeiert werden. Dafür dürfen wir den Gemeindesaal in Ciudad Vieja benutzen. Dort wird ein buntes Programm präsentiert und anschließend gemeinsam gegessen. Am Ende dürfen die Kinder ihre Bastelarbeiten aus dem Ferienclub mit nach Hause nehmen. Doch der Höhepunkt des Festes ist die Überraschungsaufführung des “Grinch”. Unter Anleitung von Rafael Hernández arbeiten die Kinder lediglich zwei Wochen an dem Stück und bringen ein wunderschönes und sehr lustiges Improvisationstheater auf die Bühne. Neben all der künstlerischen und musikalischen Darstellungen versäumte es EducArte nicht, sich einmal mehr bei drei Organisationen zu bedanken. CasaSito, Fundación Los Niños und Spongo die Kinderstiftung bringen uns sehr großes Vertrauen entgegen, indem sie unsere Arbeit unterstützen. Dafür möchte sich EducArte ganz herzlich und symbolisch mit einer Urkunde bedanken.
Unser Dank gilt aber selbstverständlich auch unseren Freunden, denen, die uns und die Kinder mit einer Patenschaft unterstützen, die anderweitig für EducArte spenden, die freiwillig helfen, die unsere Newsletter lesen, die von uns erzählen, den Kinder, die zu uns kommen, deren Familien und vor allem auch unserem tollen Arbeitsteam. Ohne all diese Menschen wäre die Arbeit von EducArte nicht möglich. Vielen Dank.

 

::::: November 2011

“Ferienclub” • • •  Die Ferien haben begonnen und mehr als 70 Kinder haben sich im Ferienclub eingeschrieben. Morgens kommen die “Kleinen” und nachmittags die “Großen” zu den jeweiligen Ferienangeboten. Dazu gehören: Zeichnen und Malen, Basteln, Sport, Recycling- Kunst, Tanz und Spiele.
Neben den altbekannten EducArte-Kids sind in diesem Jahr auch viele neue Kinder und damit auch neue Energie dazugekommen.
An vier Tagen in der Woche gibt es Ferienveranstaltungen und freitags wird für Lehrerweiterbildungen und Planung freigehalten.
Ebenso Teil des Ferienprogrammes sind die wöchentlichen Exkursionen. Jede Woche wird eine Fabrik, ein Betrieb oder eine Farm vorgestellt, um den Kindern bestimmte Arbeitsprozesse und Aufgabenfelder nahezubringen.
Zu Fuß oder mit dem Auto besuchen wir einen Betrieb, der Gemüse exportiert, eine Marmeladen- und eine Teppichfabrik und eine Macadamiafarm. Die Kinder sind begeistert. Es ist eine sehr schöne und aufregende Erfahrung für alle Beteiligten.

Wir denken über “Gender” nach • • •   An fünf Sonntagen kommen acht junge Mädchen bei EducArte zusammen, um sich unter der Leitung von Direktorin Alejandra mit dem Thema “Gender” auseinanderzusetzen.
Auf den Straßen Ciudad Viejas machen sie Umfragen zum Thema. Es handelt sich dabei um Fragen zu Stereotypen, z.B. wer das Sagen im Haus habe und vor allem Fragen zu Gewalt und Rechten. Die Gruppe bringt erschütternde Ergebnisse zusammen, von denen hier nur drei kurz genannt werden sollen: Einmal heißt es, dass Belästigung auf der Straße noch keine Gewalt sei, solange man niemanden anfasse. Eine weitere Antwort war, dass Frauen erst ein Recht auf Gesundheit haben, wenn sie verheiratet sind. Anderen geben an, dass Mädchen erst zu Hausfrauen erzogen werden müssen und dann eventuell Zugang zu Bildung erhalten sollten. Schockierend ist außerdem die Tatsache, dass sowohl Männer als auch Frauen derartige Äußerungen machen.
Abgesehen von den Umfragen und deren gemeinschaftliche Auswertung und Diskussion, erhalten die Mädchen Sexualkunde. In der letzten Sitzung wird ein Dokumentarfilm über eine Guatemaltekin gezeigt, die darum kämpft, dass der Mörder ihrer Schwester für sein Verbrechen bestraft wird. Im Anschluss an diesen aufwühlenden Film wird mithilfe einer Geschichte über ein Mädchen diskutiert, wann Gewalt stattfindet und wie man frühzeitig Situationen erkennt, die zu Gewalt führen können.
Stolz nehmen die acht Teilnehmerinnen ihr Diplom entgegen und feiern dies in einer Abschlussveranstaltung mit ihren Eltern bei EducArte. Gleichzeitig dient der Workshop auch zur Vorbereitung eines fünftägigen Intensiv-Workshops mit einer Gruppe USamerikanischer Studentinnen, die ausschließlich für diese Veranstaltung nach Guatemala gereist ist.

“Nein!” zur Gewalt gegen Frauen • • • Für eine Woche sind sie nach Guatemala gekommen, um EducArte kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen, wie Frauen in einer anderen Kultur leben. Gemeinsam mit Alejandras Workshopgruppe verbringen die Studentinnen fünf Tage, lernen sich kennen, tauschen sich aus und arbeiten zu verschieden “Gender”-Aspekten. Jeder Tag hat ein bestimmtes Thema, nach dem sich die verschiedenen Aktivitäten richten.
Erstes Thema ist: Gesundheit. Dazu besuchen sie die Asociación Manos Abiertas (dt. Offene Hände) in Ciudad Vieja, die Frauen Aufklärung zur Familienplanung, gynäkologische Untersuchungen, Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe anbieten. Das Dienstagsthema heißt: “Die Entwicklung der Frau”. Hierfür fährt die Gruppe in die Gemeinde Santiago Zamora und lernt die dortige Frauenkooperation der Weberinnen kennen.
Mittwoch gilt der Sexualkunde und am Donnerstag wird mittels eines Dokumentarfilms Gewalt thematisiert. Am Abend dieses Donnertags feiern alle gemeinsam den amerikanischen Feiertag Thanksgiving.
Höhepunkt aller vorherigen Veranstaltungen ist die alljährliche Demonstration gegen die Gewalt gegen Frauen am Freitag, den 25. November. Vor allem in der Hauptstadt wird an diesem Tag demonstriert, doch EducArte ist der Meinung, dass es ebenso dringend notwendig ist, die Bevölkerung in Ciudad Vieja auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Schließlich gibt es genau hier in unserer Gemeinde ein besonders hohes Vorkommen innerfamiliärer sowie sexueller Gewalt. Mit Bannern und Schildern laufen wir durch die Straßen und verlesen über Lautsprecher, was als Gewalt zu bezeichnen ist und dass Frauen Rechte haben. “Wir sind nicht einverstanden und wir tolerieren keine Form von Gewalt” lautet die allgemeine Botschaft.
Schon jetzt gaben die Studentinnen bekannt, dass sie diese Reise im Jahr 2013 wiederholen möchten. Noch am selben Abend spricht Direktorin Alejandra in einer anderen Einrichtung über die Gewalt gegen Frauen in Sacatepéquez (dem Departamento, dem Antigua und Ciudad Vieja angehören)