Durchsuche Beiträge, die in der Kategorie März, 2014 erstellt wurden

EducArte stellt jeden Monate eine lateinamerikanische Frau vor, die sich im Laufe der Geschichte durch ihren Kampf um eine gerechtere Welt, ganz besonders für Frauen, hervorgetan hat. In diesem Monat möchten wir eine Guatemaltekin vostellen:

Rogelia Cruz Martínez “Martyrium einer Königin”

✰ ✰ ✰

Man weiß nicht viel über sie und noch weniger über die Umstände ihrer Ermordung. Rogelia Cruz wurde 1940 in rogelia cruzGuatemala geboren. Aufgrund ihrer natürlichen Schönheit wurde sie 1958 zu Miss Guatemala gewählt und vertrat ihr Land im darauffolgenden Jahr bei dem Wettbewerb zu Miss Universum. Die Architekturstudentin war eine linksgerichtete Aktivistin und die Freundin von Leonardo Castillo Johnson, Kommandant der guatemaltekischen Arbeiterpartei (PGT). Im Dezember 1967 wurde sie von einem paramilitärischem Todesschwadron entführt und ermordet. Man fand ihren geschundenen, brutal vergewaltigt und gefolterten Körper im Januar 1968 in der Nähe einer Brücke bei Escuintla. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihre Beziehung zu Johnson ein Grund für ihren gewaltsamen Tod war. 

Die Ermordung sorgte für Aufsehen in der Weltöffentlichkeit. Der amtierende Präsident Julio César Méndez Montenegro forderte daher sogleich die Aufklärung des Falles sowie die Bestrafung der Mörder. 

Doch Fakt ist, dass man bis heute die Namen derer, die für diese brutale Tat verantwortlich sind, nicht kennt. Nie hatte sich jemand getraut, den Fall vor Gericht zu bringen und sie zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die Zeitungen schwiegen darüber.  

Im Alter von 27 durchlebte Rogelia Cruz die schlimmste Folter vor ihrem Tod -  wegen ihrer politischen Einstellung und weil sie eine Frau war. Diese Schmach setzte sich in der guatemaltekischen Geschichte fest und sollte der Beginn der schrecklichen Feminizide (Frauentötungen) sein.

Es ist unsere Pflicht den Namen Rogelia Cruz nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, so wie wir auch all die vielen  Schwestern, Mütter und Töchter nicht vergessen dürfen, die in den folgenden Jahren und leider auch heute noch ihr Leben auf diese schreckliche Art verlieren.

EducArte durchlebt zur Zeit geldmäßig eine sehr schwierige Krise. Doch jede Krise birgt stets auch etwas Gutes. Die finanzielle und vor allem die moralische Unterstützung vieler lieber Freunde, die an unsere Arbeit glauben, motivieren und helfen uns optimistisch nach vorn zu blicken.

Dafür sind wir überaus dankbar.

  

EducArte gibt nicht auf

✰ ✰ ✰

Vor Schreck erstarren und darin verharren ist alles andere als ein Charakterzug von EducArte. Seit mehr als zehn
rainbowsJahren arbeitet die Organisation für die Gemeinschaft und sie denkt gar nicht daran, jetzt damit aufzuhören. Die
Schlüsselbegriffe lauten Neuorientierung und Aktion und damit beginnt die Arbeit in dem allzu unbeliebten Bereich der Finanzmittelbeschaffung. Café Rainbow in Antigua bietet Organisationen die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit vorzustellen, Interesse zu wecken und eventuell die eine oder andere Spende einzusammeln. EducArte nimmt dieses Angebot in Anspruch und veranstaltet in diesem Monat einen Informationsabend.   

 

Auch die Eltern packen anpadres

✰ ✰ ✰

Die Familien, mit denen EducArte arbeitet, können natürlich keine finanzielle Hilfe leisten, umso erfreulicher und bedeutungsvoller wurde die Eigeninitiative der Mütter und Väter aufgenommen, die sich organisierten, um die Dachterrasse aufzuräumen und den Zaun zu reparieren.

 

 

Abschied von Kajakaja

✰ ✰ ✰

Mehr als fünf Monate war Kaja Teil der EducArte-Familie und auch wenn sie nun nicht mehr vor Ort ist, wird sie immer Teil der Familie bleiben. Vielen Dank für deine motivierende Hingabe und Unterstützung. Wir wünschen dir alles erdenklich Gute auf deinem Weg. 

 

Valentinstag und Karneval

✰ ✰ ✰

carnavalEs gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, der dagegen spräche, dass diese beiden Anlässe nicht zusammen gefeiert werden sollten. Die Kinder von EducArte lieben die Verkleidung und brauchen sowieso keinen besonderen Anlass, um sich Kostüme anzuziehen. Und am Valentinstag, der in Guatemala als Tag der Zuneigung undcarnaval1 Freundschaft bezeichnet und gefeiert wird, sieht man dann eben wie sich Superhelden, Tiere undPrinzessinnen freundschaftlich um den Hals fallen. Welch Freude!

 

Lesegruppe lateinamerikanischer Lektüre

✰ ✰ ✰ 

Im Rahmen der Förderung einer Kultur des Friedens mittels Feminismus organisiert EducArte eine monatliche lecturaDiskussionsrunde über ein zuvor bekanntgegebenes und als Kopie zur Verfügung gestelltes lateinamerikanisches Buch über genderorientierte Themen. Zur Freude aller Beteiligten trafen sich bei der ersten Versammlung 19 Frauen und Männer, die sich gemeinsam über das Buch “Mujer No Costilla” der nicaraguanischen Journalistin und Schriftstellerin Alina Guerrero López austauschten und darüber diskutierten.

 

Hier können Sie den Newsletter als PDF herunterladen: Newsletter Februar 2014