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EducArte hinterlässt Spuren  • • •  An einem Wochenende im Juli starten wir eine außergewöhnliche Aktion mit den Kids, Eltern und Freiwilligen: wir hinterlassen Spuren.
Als erstes malen wir Fußspuren an die Wände des Gemeinschaftszentrums EducArte. Alle haben viel Spaß bei der Aktion. Aber die Spuren gehen weit über EducAr te hinaus. Daher hinterlassen wir später auch Spuren bei den Familien zu Hause. Die Kids sind begeistert.

¿Und was denken die Eltern über die Bedeutung der Fußspuren?
Für mich stellen sie die Schritte der Kinder dar, um vorwärtszukommen und weiterzumachen. (Verónica Asunción Baesa)
Die Fußspuren stehen für den Weg der Kinder nach vorn. (Argentina Paola Hernández)
Die Fußspuren weisen den Kindern den Weg nach vorn, um der Zukunft entgegen zu sehen und nicht zurück. (Agustina Ramírez)
Die Kinder laufen ihren Träumen entgegen und die Fußspuren erinnern sie an diesen Weg dahin.

EducArte in Aktion  • • •   So heißt die Schülerzeitung, deren erste Ausgabe nun endlich herausgekommen und ganz toll geworden ist. Wir sind überaus stolz auf unsere jungen Journalisten, die motiviert und mit viel Mühe daran gearbeitet haben. Der Inhalt besteht aus kleinen Interviews, Umfragen und vielen Informationen rund um das Gemeinschaftszentrum und die Gemeinde von Ciudad Vieja.
Die Zeitung möchte den Schülern von EducArte, den Leuten und verschiedenen Organisationen eine Stimme geben. Aber seht selbst. Auf unserer Inter netseite www.educarte-guatemala.org findet ihr die vollständige Zeitung.
Sponsoren dieser Ausgabe sind: der Laden mystica von Alejandra Hernández, Transportunternehmen “Gilda” und die Asociación Manos Abier tas. Vielen Dank für die Unterstützung. Wir sind immer auf der Suche nach Sponsoren, um den Druck der monatlichen Ausgaben absichern zu können. Wenn Sie uns mit einer kleinen Spende unterstützen möchten, geben Sie Bescheid.

Workshop für Kleinunternehmerinnen  • • •   Für ein gemeinschaftliches Projekt hat sich EducArte mit AGEDES, einer gemeinnützigen Organisation, zusammengeschlossen, der die lokale Entwicklung, einschließlich Gleichstellung und kulturellem Kontext, in verschiedenen Teilen des Landes fördert. Um das Unter nehmertum zu stärken, wurde ein Bildungsprozess über “Führung und Verwaltung eines Gewerbes” organisiert, und zwar für Frauen, die produktive Tätigkeiten entwickeln oder ihr Gewerbe verbessern wollen.

Juli 2012: Interview mit William Mayorga

Der aus dem östlichen Teil des Landes stammende 41-Jährige schloss sehr schnell Freundschaft mit EducArte. Vor 4 Monaten lernten wir Wily kennen, der Wirtschaftswissenschaften, Gewerbe und Verwaltung studiert und sich in Marketing spezialisiert hat. Es stellte sich heraus, dass EducArte und er Vieles gemeinsam haben: nämlich das Ziel, die soziale Entwicklung der Gesellschaft mithilfe von Bildung zu fördern.
Eileen: Erzähl uns ein wenig über deine berufliche Entwicklung.
Willy: Seit 23 Jahren bin ich Kleinunternehmer und Unternehmensgründer und seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeiten weiß ich um die Bedürfnisse der Menschen, die in diesem Bereich tätig sind: nämlich eine kontinuierliche Fortbildung damit sie ihre geschäftlichen Ziele erreichen können. Ich habe als Berater bei ADEL (Agencias de Desarrollo Económico Local = Agentur für lokale Wirtschaftsentwicklung) gearbeitet und bin jetzt bei AGEDES, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf Themen der sozialen Entwicklung spezialisiert hat.
Eileen: Gibt es einen Unterschied bei der Arbeit mit den Menschen aus verschiedenen Gegenden?
Willy: Im Allgemeinen nicht. Momentan sind die Aktivitäten eher von strategischer Natur, um die Unterstützung und Entwicklungsförderung der aktivsten Gruppen des lokalen Handels auf den Weg zu bringen. Allerdings muss man die multikulturelle Vielfalt mit ihren verschiedenen Sprachen in Mittelamerika und der südlichen Region Mexikos brücksichtigen, was durchaus eine Schwierigkeit darstellen kann. Aber die Haltung der Gewerbetreiber weist dieselbe positive Einstellung auf und richtet sich an der Bedürfnisbefriedigung jedes Einzelnen.
Eileen: Wegen sozialer Recherchen bist du nach Ciudad Vieja gekommen. Wie bist du auf EducArte gestoßen?
Willy: Die Werbung für die Angebote der Bibliothek, die der Gemeinde von Ciudad Vieja zur Verfügung stehen, hat mich auf die Organisation aufmerksam gemacht.
Eileen: Welchen Eindruck hast du von EducArte?
Willy: Es ist eine sehr geschäftstüchtige Organisation mit der hervorragenden Fähigkeit, strategische Allianzen zu bilden, um soziale Bedürfnisse zu befriedigen.
Eileen: Wie entstand die Idee, einen Workshop bei EducArte zu veranstalten?
Willy: Die Organisation, die ich vertrete, meine eigene Person sowie EducArte verfolgen die gleiche Mission: Entwicklungsförderung durch Bildung.
Eileen: EducArte bot also einen geeigneten Raum für eine derartige Veranstaltung. Worum geht es in dem Workshop?
Willy: Dieser Prozess möchte der Gemeinde und besonders den Unternehmern bewusst machen, dass deren Geschäftstätigkeiten ein Gewerbe als solches, aber eben auch ein äußerst wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung darstellt. Besonders in Zeiten einer globalen Wirtschaftsstagnation müssen die Gewerbetätigkeiten auf PRINZIPIEN und WERTEN aufbauen und alle Menschen einer Nation aktiv an den Entscheidungen teilnehmen lassen. Sie sollten sich mehr einbringen und politische Vorschläge machen hinsichtlich der Entwicklung, allem voran sollten sie von den Autoritäten ihre verfassungsmäßigen Rechte einfordern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Regulierung der Geschäftsaktivitäten. Dies beinhaltet auch, dass man die Menschen motiviert und dazu anhält, ihre Geschäfte legal registrieren zu lassen, um somit durch die Steuerzahlung ihren Beitrag zu leisten, was Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Infrastruktur u.v.m. direkt zugute kommen würde.
Eileen: Der Workshop war speziell an Frauen der Region gerichtet, die ein eigenes Gewerbe aufbauen wollen bzw. ihr schon bestehendes Geschäft verbessern wollen. Wie schätzt du das Ergebnis ein?
Willy: Der Bewertung zufolge haben sich die Erwartungen des Kurses erfüllt, es wurden Probleme gelöst und Unklarheiten der Teilnehmerinnen beseitigt, alles bezogen auf ihre Gewerbetätigkeiten bzw. Geschäftsideen.
Eileen: Was magst du an deiner Arbeit?
Willy: …die Möglichkeit mein Wissen mit anderen zu teilen, aber vor allem die Erfahrung, die ich über die Jahre als Unternehmer gesammelt habe. Für mich ist es eine Leidenschaft.
Eileen: Und nun? Wie geht es für dich weiter?
Willy: Ich werde auch weiterhin mein Wissen und meine Erfahrungen als Unternehmer mit anderen Gewerbetreibern teilen und sie motivieren, neue Geschäftsmodelle in Guatemala und Lateinamerika zu entwickeln. Möglicherweise werde ich neue Allianzen mit Organisationen aus Ländern bilden, die ähnliche Ziele verfolgen und als Vorreiter gelten hinsichtlich Technologie und Entwicklung, zum Beispiel die Länder Südamerikas. Vielleicht könntet ihr mir auch mehr detaillierte Informationen über eure Projekte schicken.
Eileen: Sehr gern, wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Vielen Dank für deine Unterstützung, Wily. EducArte wünscht dir viel Erfolg bei deiner Arbeit und alles Gute im Leben.
Besonderer Dank gilt auch María Mercedes de Beteta (“Fonda de la Calle Real”) für den Imbiss während der gesamten Workshop-Tage.