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Mai 2012: Interview mit Andrea

Die 24-jährige, aus Antigua stammende Künstlerin hat sich in den folgenden Kunstrichtungen entwickelt: Malerei, Zeichnen, Interventionen im öffentlichen Raum und Video. Sie hat an Weiter-bildungen zur Reflexion zeit-genössischer Kunst in Managua Nicaragua teilgenommen. Außerdem ist sie Mitbegründerin des Bildungs-projektes MarES (Künstlerische Mediation, Bildung und Entwicklung), welches Workshops im ganzen Land anbietet.
Im Moment gibt sie bei EducArte Kunstunterricht für die 3 Sieger (Kateryn, Pedro Pablo und Aníbal) des Kunstfestivals im letzten Jahr.

Eileen: Was fasziniert dich an der Kunst?
Andrea: Sie besitzt die Fähigkeit, einen Dialog zu eröffnen, und zwar mittels der Fragen, die sie aufwirft, wenn wir uns Kunst ansehen oder künstlerisch tätig sind. Außerdem verändert sie sich ständig und fordert unsere Kreativität heraus, die Welt auf unterschiedliche Weise wahrzunehmen.
Eileen: Welche Kunstart magst du am meisten?
Andrea: Mir gefällt die zeitgenössische Kunst, nicht nur weil sie sich mir als Antwort auf den Wandel meiner Generation, meiner Epoche enthüllt hat, sondern auch weil sie eine Unmenge an Möglichkeiten umfasst, sich dynamisch und witzig mit ihr auseinanderzusetzen.
Eileen: Wie hast du EducArte kennengelernt?
Andrea: Über meine Schwester. Gemeinsam mit Direktorin Alejandra hat sie das Projekt “Las Enredadas” (zur Emanzipation und Gleichstellung der Frau) entwickelt.
Eileen: Hast du schon vorher mit Kindern gearbeitet?Andrea:
Ja, ich habe bereits mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet und das ist auch nicht schwierig, solange ihnen Kunst als Angebot zur Verfügung steht und nicht als Pflicht auferlegt wird. Im Allgemeinen besitzen Kinder sehr viel Kreativität und Energie, um neue Dinge hervorzubringen und in Gruppen zu arbeiten. Aus diesem Grund halte ich die Kunst für ein sehr nützliches Mittel für deren Leben und dem Miteinander in ihrem Umfeld.
Eileen: Was gefällt dir an EducArte und was weniger?
Andrea: Ich finde es gut, dass EducArte es schafft, jedem einzelnen Kind eine individuelle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und ich sehe ein Team, welches von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Es gibt nicht wirklich etwas, was mir nicht gefällt, ich bin ja auch erst kurze Zeit dabei. Hinsichtlich meines Unterrichts würde ich natürlich einen angemesseneren Raum bevorzugen, aber das ist nur ein vorübergehender Zustand, der sich bald lösen lässt.
Eileen: Was wünschst du dir für die Zukunft?
Andrea: Ich würde gern mein Kunststudium an der Universität wieder aufnehmen. Zugleich möchte ich mit MarES weiterhin versuchen, Kunst als Bildungsmittel zu fördern. Und selbstverständlich sind da noch meine persönlichen Projekte.

Mehr über Andrea und ihre Kunst findet ihr unter www.andreamarmoljuarez.wordpress.com und www.maresarteyeducacion.wordpress.com

 

Muttertag • • • Seit dem letzten Jahr feiert EducArte den Muttertag auf etwas andere Art und Weise als sonst üblich in Guatemala.
Wir möchten den Mamas etwas Besonderes schenken, und zwar Zeit für sich selbst. Dazu wird wieder ein kleiner Jahrmarkt mit vielen Spielen, Spaß und Preisen organisiert. Außerdem gibt es einen Raum, wo in Kleingruppen meditiert oder den Frauen zumindest diese Form der Entspannung nahegebracht wird.
Damit die Mütter diesen Nachmittag auch frei von jeglicher Erziehungs- und Aufsichtsverantwortung genießen können, wird eine Kinder- und Krabbelgruppe eingerichtet, wo die Kleinen während der gesamten Veranstaltung betreut werden.
Ein weiterer Veranstaltungspunkt ist die Wahl zum besten Kostüm, denn die Frauen wurden aufgefordert, im Kostüm zu erscheinen.

Sexualerziehung für Pädagogen • • • Auf dem Gebiet der Sexualerziehung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist EducArte eindeutig Vorreiter. Seit nun fast drei Jahren arbeiten wir in diesem Bereich. Dabei handelt es sich nicht nur um einige wenige Unterrichtsstunden oder Vorträge über die menschliche Fortpflanzung, sondern um ein ganzheitliches Bildungsprogramm, welches auf das gesamte Schuljahr angelegt ist.
Es geht vor allem darum, sich selbst kennen- und schätzen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Vermittlung von angemessenem Wissen über die menschliche Sexualität, damit eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidungen getroffen werden können und somit der immensen Zahl an Schwangerschaften im Jugendalter, Aids und sexuellem Missbrauch vorgebeugt werden kann.
Auch andere Einrichtungen werden auf unsere Arbeit aufmerksam, so dass wir in diesem Monat die erste externe Weiterbildung “Sexualerziehung für Pädagogen” abschließen konnten. In sieben Sitzungen wurden Lehrer und Mitarbeiter zweier Schulprojekte mit dem Thema vertraut gemacht und dahingehend gefördert, diese Form der Sexualerziehung auch in ihrer Arbeit einzubinden.

Jahresabschluss • • • Voller Stolz und Erleichterung möchten wir mitteilen, dass EducArtes Steuerjahr 2011 geprüft und erfolgreich abgeschlossen wurde.
Ganz ohne Nachzahlung können wir nun ruhigen Gewissens weiterarbeiten.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir einmal mehr allen Freunden und Spendern für ihre Unterstützung danken. EducArte freut sich immer sehr über das große Vertrauen, dass ihr uns entgegenbringt. Dennoch erfüllt uns die Bestätigung, dass alle Gelder angemessen verwaltet und verwendet werden, ebenso mit großer Zufriedenheit.

 

::::: 2012 Spendenaktion “Faire Biketour” Frank Herrmann

Eine rund viermonatige Fahrradtour durch Deutschland, die Frank Herrmann von Anfang Juni bis Ende September 2012 durch ganz Deutschland führt.
 
Wer veranstaltet die „Faire Biketour”?
Ein Kurzprofil findet sich auf der Webseite www.frank-herrmann.ws
Kontakt auch per Mail an frank_herrmann@yahoo.com
 
Warum der Name „Faire“ Biketour?
Der Autor des Ratgebers „Fair Einkaufen-aber wie?“ hält unterwegs Vorträge zum  Thema Fairer Handel, Fair Reisen und Faire Geldanlagen.
Es werden zahlreiche „Fairtrade-Towns“ (www.fairtrade-towns.de) passiert, die vom Verein TransFair festgelegte Kriterien des Fairen Handels erfüllen.
Vorträge sind auch im Rahmen der Fairen Woche (www.faire-woche.de).
 
Welche Absicht steckt hinter den Vorträgen der „Fairen Biketour“?
Durch die Vorträge soll Bewusstsein geschaffen werden für ein faires Leben und einen fairen Umgang miteinander. Den Besuchern der Vorträge wird erläutert, warum Fairer Handel bzw. Fairer Tourismus und Faire Geldanlagen wichtige Bausteine einer generationengerechten, nachhaltigen Lebensweise sind. Darüber hinaus erhalten die Anwesenden Anregungen, wie sie eine solche Lebensweise konkret umsetzen können.
 
Was passiert noch?
Mit der „Fairen Biketour“ möchte Frank Herrmann Geld für die Kindertagestätte Educarte in Guatemala sammeln. Er hat das Projekt persönlich vor Ort kennen gelernt und beabsichtigt Unternehmen und Privatpersonen zu animieren, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.