Juni 2011: Schule für Eltern

Einmal im Monat ist “Elternschule” angesagt. Optimistischerweise nennen wir das Programm noch immer so, obwohl die Erfahrung zeigt, dass ausschließlich Mütter daran teilnehmen. In den jeweiligen Sitzungen werden Erfahrungen ausgetauscht, Diskussionen geführt und spielpädagogisch Strategien eingeübt; alles vor dem Hintergrund eines Themas, nämlich “Liebevolle Erziehung”.
Die Mütter versuchen mithilfe neuer Ideen und Methoden ihr aktuelles Erziehungsverhalten zu überdenken… und zu ändern. EducArte unterstützt sie dabei und bietet ihnen Raum, ihre persönlichen Geschichten zu thematisieren und innerfamiliäre Gewalt zum Schwerpunkt zu machen. Es geht nicht darum, die Frauen zu verurteilen, sondern sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, für sie als Ansprechpartner da zu sein und ein Gruppengefühl zu schaffen, damit sie sich vertrauensvoll öffnen können. Es werden alternative Erziehungsmethoden vorgestellt, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen und eine liebevolle Beziehung zu sich selbst und ihren Kindern aufzubauen.
An dieser Stelle ist anzumerken, dass selbstverständlich nicht in jeder Familie ein aggressives Klima herrscht. Dennoch muss man deutlich sagen, dass dies leider bei dem Großteil der Familien, mit denen EducArte arbeitet, der Fall ist.

Neue Arbeitstechniken: Nina ist Freiwillige bei EducArte und bereichert pädagogisch kompetent und voller Enthusiasmus sowohl die Kinder als auch das EducArte- Team. Mit neuen Ideen und verschiedenen Techniken leistet sie einen wichtigen Beitrag zum EducArte-Alltag. Außerdem unterstützt sie viele andere Aktivitäten bei EducArte, so auch beim “Tag des Berufes”. Dabei verkleideten sich Kinder und Mitarbeiter und stellten sich z.B. als Krankenschwester, Bauarbeiter, Feuerwehrmann oder Lehrerin vor und erklärten deren Aufgaben und warum sie sich für diesen Beruf entschieden haben. Mehr über Nina erfahrt ihr im Interview und in ihrem Erfahrungsbericht.

Schwerer Abschied: Nach 3 ½ Jahren Zusammenarbeit musste sich EducArte schweren Herzens von Vero verabschieden. In den letzten zwei Jahren unterrichtete sie die Kindergartengruppe und die Vorschule und davor arbeitete sie mit der Multi-Aula-Gruppe. Als Mitarbeiterin, Lehrerin und Freundin wird sie uns sehr fehlen. Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei ihrem Psychologiestudium, dem sie sich nun vollständig widmen wird. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit.