Oktober 2010: “Reise der Sinne”

Am ersten Oktober ist Kindertag in Guatemala.
Dazu luden wir die Kinder zu einer ganz besonderen Reise ein, nämlich zu einer Reise der Sinne. Fünf Betreuer haben sich jeweils in fünf Räumen eingerichtet, jeder Raum soll einen Sinn repräsentieren. Dazu haben sie dem Sinn entsprechend Geschmacks- oder Gehörproben, optische Täuschungen, verschiedene Gegenstände und Geruchsproben bereitgestellt. Nach dem Zufallsprinzip werden Gruppen zusammengestellt.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass man einen Preis gewinnt, wenn man alle Proben eines Sinnes errät. Allerdings entscheidet sich der Sieger eines Sinnes auch durch Punkte, die man erzielt, indem man als Team zusammenarbeitet und gemeinsam berät, worum es sich bei der jeweiligen Probe handelt.
Außerdem gibt es auch Ordnungspunkte, denn die Kinder bewegen sich die gesamte Zeit mit verbundenen Augen durch das Haus und müssen daher besonders vorsichtig sein, damit sie nicht fallen und keinen ihrer Kameraden verlieren. Doch bevor es losgehen kann, wird kurz wiederholt, welche die fünf Sinne sind und was man mit ihnen machen kann.

Die Kinder sind sehr aufgeregt. Nichts zu sehen, hat etwas Geheimnisvolles. Bevor die Siegergruppen verkündet werden, tauschen sich die Kinder über ihre Erfahrungen aus. Wie hat es sich angefühlt, nichts sehen zu können? Wie ist es, wenn man so sehr auf andere angewiesen ist?
Die Diskussion, welcher Sinn für sie am wichtigsten sei, wird einheitlich mit “alle Sinne sind wichtig und wertvoll” abgeschlossen.
Zum Abschluß gibt es, worauf alle gewartet haben, eine Piñata.