Hurra…wir fahren in den Zoo!

Am 25. September 2009 war Schulausflug. Wir haben die Reise vorschriftsmäßig angemeldet, einen Bus organisiert und sind nach Guatemala Stadt gefahren.
Treffpunkt war 7:00 Uhr morgens in der Schule, damit wir um 7:30 Uhr losfahren konnten. Erstaunlicherweise und zu meiner großen Überraschung waren tatsächlich fast alle pünktlich. Selbstverständlich sind wir dennoch nicht vor 8:00 Uhr losgekommen, was jedoch vorausschauend schon eingeplant gewesen war.
Mit den Worten „ich habe Schinken für alle“ stieg mit ziemlicher Verspätung unser herzallerliebster Gabriel aus der Kindergartengruppe ein. Und schon konnte es losgehen.
Bevor wir jedoch zum Zoo fuhren, machten wir im Zentralpark von Guatemala Stadt Halt. Dort befindet sich der Kilometer Null. In sämtlichen Orten im ganzen Land gibt es eine Kilometerangabe, die einem verrät, wie weit man von der Hauptstadt entfernt ist.  Außerdem gibt es vom Park aus in allen vier Himmelsrichtungen ein wichtiges historisches Gebäude. So erhielten wir eine kurze Führung im Palacio Nacional, wo früher alle Regierungsgeschäfte getätigt wurden. Später erzählte uns Marta, die Psychologin, etwas über die Nationalbibliothek. Ein guatemaltekischer Praktikant von EducArte hatte sich zu dem historischen Einkaufszentrum informiert. Maribel, die Buchhalterin, sprach über die Geschichte der Kathedrale und Profe Rony sagte einige Worte zum Park, der das Zentrum all dessen darstellt. Allerdings waren einige der Kleinen viel mehr von den Tauben fasziniert, da hatte die Geschichte wenig Chancen.
Nach dieser kleinen historischen Führung ging es dann wirklich zum Zoo. Die Kinder waren so aufgeregt und schrien schon weit vorher „ya llegamos“ (dt. endlich da). Nach dem vorsorglichen Toilettengang, teilten wir die Meute in drei Gruppen, Kindergarten und Vorschule zusammen, erste und zweite Klasse sowie dritte Klasse und Multi-Aula in einer Gruppe. So erforschten wir getrennt den Park und seine Tiere.
Anschließend trafen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Picknick. Und während einige die Zeit nutzten und sich von ihrem seit Wochen gesparten Geld Süßigkeiten, Eiscreme oder Pommes frites kauften, machten andere eine kleine Rundfahrt mit der Mini-Bahn.
Die Rückfahrt gestaltete sich unglaublich ruhig, da der Großteil der Kinder die Eindrücke dieses Tages wohl im Traum verarbeitete.

Man muss anmerken, dass viele der Kinder nicht einmal Antigua richtig kennen. Ein Ausflug in die Hauptstadt bedeutete damit etwas unheimlich Abenteuerliches und Aufregendes. Die Kinder waren so beeindruckt von allem und sprachen noch Tage später davon.